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  • Jayc Jay

3 Monate Urlaub? meine Erfahrung mit Retreats

Aktualisiert: Jan 7

Ungeschminkt und faul einfach mal das machen, was man will und das 12 Wochen lang.

Das ist meine Erfahrung mit drei Monaten Urlaub!


Die Idee einfach mal eine ordentliche Pause zu machen habe ich aus dem hammer Bestseller-Buch "Die 4-Stunden-Woche" von Timothy Ferriss.


Laut seiner Aussage macht es einfach keinen Sinn, irgendwann in Rente zu gehen und sich dann vorzunehmen all die Dinge zu tun, die man immer tun wollte. Zum Einen ist man zu der Zeit erheblich Älter und hat eventuell gar keine Lust darauf, noch Sache x zu erleben. Zum anderen ist die jahrzehntelange Angewohnheit zu ackern nicht so leicht mal kurz abzugewöhnen. Das kann einen erheblichen Effekt auf den Selbstwert haben, was ich auch immer wieder in Coachings behandle. Den Selbstwerteinbruch, wenn man plötzlich nichts mehr zu tun hat.


Ein wirklich interessantes Thema sind die frühen Mini-Retirements die Timothy empfiehlt, um jedes Jahr kreative Auszeiten zu genießen. Gesagt getan. Dezember 2018 begann ich meine Planung für meinen ersten Mega-Urlaub im Sommer 2019.


Ich wusste, dass ich für mehr Produktivität mal wieder etwas Abstand von meiner Arbeit brauchte, denn ich war schlichtweg die ganze Zeit im Kopf damit beschäftigt, neue Projekte, Produkte zu entwerfen und Ideen zu entwickeln. Nun kam ich an einen Punkt, an dem eine Auszeit wirklich gut war, um die Angewohnheit nur an die Arbeit zu denken zu verändern.




3 Monate Urlaub bringen Vorteile & Nachteile

Meine Erfahrung hat mir gezeigt dass es gleichermaßen Vorteile wie Nachteile eines so langen Urlaubs gibt. Alle denen ich davon berichtet habe, fanden es supercool und meinten immer sie beneiden mich um diese Möglichkeit.

Ich bin mir sicher, dass jeder der es möchte, es auch möglich machen kann.


In der ersten Woche kam ich noch gar nicht zur Ruhe. Mein Kopf war immer noch mit den To Do's und Ideen der aktuellen Projekte beschäftigt. Ich muss zugeben, dass es mir nicht pünktlich reichte, den Abschluss zu machen und in den Urlaub zu gehen. So war die erste Woche schon etwas verzerrt ohne offizielle Einläutung. Das werde ich beim nächsten Mal ändern und groß feiern, wenn die Pause eingeläutet wird.


Obwohl ich ja wirklich einen sehr sehr guten Job habe, den ich liebe habe ich mir diese 12 Wochen gönnen wollen um die Erfahrung zu machen und zu sehen ob es sich lohnt und meine Kreativität anspornt.


2-3 Wochen hat es gebraucht, um so richtig runterzufahren. Aber was dann passierte, war etwas lustig. Mehr Zeit hat nicht bedeutet, dass ich nun mehr hinbekomme. Im Gegenteil. So ab Woche 6 nach den unzähligen Treffen mit Freunden & Familie und den großen Unternehmnugen, sowie Urlauben die ich geplant hatte, wurde ich so faul, dass man es schon keinem mehr erzählen darf..


Mir viel es schwer, mich zu schminken, die Küche aufzuräumen und die Wäsche zu waschen. Während ich in meinem Alltag zuvor eine Routine hatte und einfach täglich mal ne Ladung Wäsche machte, hatte ich nun keine Lust mehr auf gar nichts und liess es mir so richtig gut gehen obgleich die Auswirkung nicht gut war: Ich fühlte mich wirklich nicht besonders gut damit. Es war aber eine sehr wertvolle Erfahrung, denn der Traum vom Nichtstun verblasste immer mehr und ich erfasste wirklich mit samt meinem Wesen, dass es nicht das ist was ich wollte. Das kann mir keiner mehr nehmen!


"Ich verstand plötzlich nicht nur mit meinem Kopf, dass so viel Urlaub nicht das ist was ich wollte. Das kann mir keiner mehr nehmen!"




Das Ergebnis

Ich war heilfroh, als ich wieder arbeiten durfte. 12 Wochen Urlaub waren eine superwertvolle Erfahrung. Danach habe ich etwa eine Woche gebraucht, bis ich wieder drin war. Aber dann ging es ab ;-) Ich habe von August bis Oktober 20 neue Gemälde gemalt. Die SPANISCHE SERIE. Darüber hinaus habe ich zwei Onlineprogramme fertiggestellt und mit viel mehr Produktivität an den Projekten gearbeitet. Dadurch bin ich schneller voran gekommen und habe wenn man so will im übertragenen Sinne meinen Stundensatz erhöht: Ich bekomme in kürzerer Zeit mehr erledigt bei gleichem oder gar mehr Umsatz.



Mein Fazit nach 12 Wochen Urlaub

Es hat sich gelohnt! Ich finde die Retreats toll! Doch beim nächsten Mal werde ich 8 Wochen Urlaub machen und meine privaten Vorhaben vorher besser planen. Mein weiteres Ziel ist es, wenn auch mit kleinen Schritten ein Jahreseinkommen auf der Seite zu haben, das es mir ermöglicht jederzeit eine Auszeit nehmen zu können, ohne dass ich dadurch gleich auf dem Zahnfleisch gehe. Das ist ein unvergleichbar tolles Gefühl und bringt so viel mehr Freiheit für die Kreativität. Mit einer 25 Stunden Woche habe ich zwar bereits das erreicht, was ich mir beabsichtigt hatte, allerdings ist die Premiumvariante, wie Du weisst, immer ausbaufähig und entwickelt sich weiter!


Was ich noch gelernt habe:

Faulheit passt sich wirklich den Gegebenheiten an. So viel Zeit, wie Du Dir für eine Aufgabe gibst, so viel Zeit wirst Du auch benötigen. Das habe ich zwar schon oft gehört aber hier habe ich es direkt erlebt und erfahren, dass es tatsächlich so ist. Plane also generell mehr Ziele ein und gehe sie regelmäßig an, um mehr in kurzer Zeit zu erreichen.


Zyklen sind voll meins. Ich arbeite nun in Zyklen weil ich gemerkt habe dass ich immer im Frühling und im Herbst etwa 3 Monate lang höchst produktiv und kreativ bin. In der anderen Zeit darf ich dann auch mal ruhig faul sein. Die Urlaubswochen haben mir ein viel tieferes Verständnis und Akzeptanz davon gebracht. Deshalb werden die zwei Sommermonate nun als Retreat genutzt und ein weiterer Monat im Januar.



So MACHst Du ES MÖGLICH

Zuallererst: Hör jetzt direkt auf allerlei Umstände auf's Schicksal zu schieben, wenn es doch so viel befriedigender geht.

  • Plane Deinen Mega-Urlaub mindestens ein halbes Jahr im Voraus

  • Kläre es ggf. mit Deinem Arbeitgeber ab und setze vorher Intentionen, dass es "leicht umzusetzen sein wird - mit megacoolen Ergebnissen, mit denen Du eventuell gar nicht gerechnet hast!"

  • Wenn Du Selbstständig bist umso besser - treffe alle Vorbereitungen mit Mitarbeitern, Assistenten und informiere Kunden, sodass Du in der Zeit eventuell sogar weiterhin Geld verdienst. Auf jeden Fall kann so eine Auszeit auch ein super Finanz-Boost sein, weil Du nicht ständig verfügbar bist und dadurch die Nachfrage bei Deiner Rückkehr steigt.

  • Entwerfe einen Urlaubs-Plan, was Du in der Zeit machen möchtest. Am besten Dinge die Dir schon lange wichtig sind und Du schon immer tun willst. Wenn Du ungeplant in den Urlaub gehst, ist er nur halb so befriedigend, da bin ich mir sicher!


Was denkst Du zum Thema MEGA-URLAUB? Hast Du sowas schon einmal selbst erlebt oder planst es nun vielleicht selbst zu realisieren?


Von Herzen,


Jayc Jay



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